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Deliberate Self-Harm Inventory

DSHI

Publikationsdatum: 18.08.2015, DOI: 10.6099/1000241

Autoren

Autoren:
H. Fliege, R.-D. Kocalevent, O. B. Walter, S. Beck, K. L. Gratz, P. M. Gutierrez, B. F. Klapp

Einreichender Autor:
PD Dr. Herbert Fliege - Psychosoziale Beratungsstelle, Gesundheitsdienst, Auswärtiges Amt

Einsatzbereich

Das DSHI wurde an Studierenden, verschiedenen Patientenstichproben und Stichproben Jugendlicher validiert. Es lässt sich sowohl im klinischen Bereich als auch in der Forschung anwenden. Besonders geeignet ist das DSHI zur Untersuchung von "Deliberate Self-Harm" bei Patienten, bei denen nicht von einer Verheimlichung eines solchen Verhaltens ausgegangen wird.

Beschreibung des Verfahrens / Abstract

Das Deliberate Self-Harm Inventory (DSHI; Gratz, 2001) ist ein verhaltensbasiertes Selbstbeurteilungs-Instrument zur Erfassung des Vorliegens, der Häufigkeit, Schwere, Dauer und Art absichtlicher Selbstverletzung ohne bewusst suizidale Absicht. Zunächst werden dabei 17 Items dichotom mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet, die sich auf das Vorliegen verschiedener selbstschädigender Verhaltensweisen beziehen. Anschließend folgen 5 weitere Items, die die Dauer, den Zeitpunkt oder die Häufigkeit des Verhaltens mit einbeziehen.

Psychometrische Kennwerte

psychometrischer
Kennwert
Vorgehen Ergebnisse Stichprobe
Validität
KonstruktvaliditätKonvergenz mit SHBQ, einem anderen Selbstbeurteilungsbogen zu Selbstschädigendem Verhalten und mit Fremdrating durch ArztFür SHBQ: Kappa=.63; ICC=.79 Für alle drei Instrumente inkl. Fremdbeurteilung: ICC=.68 361 psychosomatische Patienten
Reliabilität
Interne KonsistenzCronachs AlphaAlpha=.81361 psychosomatische Patienten
Halbierungsreliabilitätr=.78361 psychosomatische Patienten
RetestreliabilitätZeitraum 7-150 Tage, Median 59 Tage r=.9138 psychosomatische Patienten

verwendete Software: SPSS

Literatur

  • Fliege, H., Kocalevent, R. D., Walter, o. B., Beck, S., Gratz, K. L., Gutierrez, P. M. et al. (2006). Three assessment tools for deliberate self-harm and suicide behavior: evaluation and psychopathologicall correaltes. Journal of Psychosomatic Research, 61, 113-121.
  • Fliege, H., Becker, J., Weber, C., Schoeneich, F., Klapp, B. F., Rose, M. (2003). Störungen der Selbstwertregulation bei Patienten mit offen versus heimlich selbstschädigenden Verhalten. Zeitschrift für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, 49, 151-163.
  • Fliege, H., Rose, M., Arck, P., Walter, O., Kocalevent, R.-D., Weber, C., Klapp, B. F. (2005). The Perceived Stress Questionnaire (PSQ) reconsidered: validation and reference values from different clinical and healthy adult samples. Psychosomatic Medicine, 67, 78-88.

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